Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Website für einen kleinen Betrieb kostet einmalig grob zwischen 1.000 und 15.000 Euro – je nachdem, wer sie baut und was sie können muss.
  • Dazu kommen laufende Kosten für Domain, Hosting und Pflege, meist 10 bis 150 Euro im Monat.
  • Teuer wird es selten durch den Preis, sondern durch eine Website, die keine Anfragen bringt.

Eine Website für einen kleinen Betrieb kostet einmalig grob zwischen 1.000 und 15.000 Euro. Dazu kommen laufende Kosten von etwa 10 bis 150 Euro im Monat. Die große Spanne hat einen einfachen Grund: „eine Website“ kann eine Visitenkarte mit drei Seiten sein – oder ein Werkzeug, das jeden Tag Anfragen, Termine und Bewerbungen einsammelt.

In diesem Artikel bekommst du einen ehrlichen Überblick: was die drei üblichen Wege kosten, welche Kosten jeden Monat anfallen und woran du erkennst, ob ein Angebot fair ist. Die Zahlen sind grobe Spannen aus dem Markt, keine Preisliste.

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Die drei Wege und was sie ungefähr kosten

WegEinmaligMonatlichDein Zeitaufwand
Baukasten (z. B. Wix, Jimdo, IONOS)0 bis 300 €10 bis 40 €hoch: 20 bis 40 Stunden für Texte, Bilder, Aufbau
Freelancer1.000 bis 5.000 €10 bis 80 €mittel: Texte und Fotos liefern, abstimmen
Agentur3.000 bis 15.000 €, größere Projekte mehr30 bis 150 €gering bis mittel: Gespräche, Freigaben

Der Baukasten wirkt am günstigsten. Er ist es aber nur, wenn deine eigene Zeit nichts kostet. Rechne einmal ehrlich: 30 Stunden am Abend, dazu das Gefühl, dass es „irgendwie nicht professionell“ aussieht. Für viele Inhaber ist das der teuerste Weg.

Beim Freelancer bekommst du oft gutes Handwerk zu einem fairen Preis. Wichtig ist, dass klar geregelt ist, wer später Änderungen macht und was passiert, wenn der Freelancer nicht mehr verfügbar ist.

Eine Agentur kostet mehr, übernimmt dafür meist mehr: Texte, Fotos, Suchmaschinen-Grundlagen, Formulare, Pflege. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie viele Aufträge über die Website kommen sollen.

Wovon der Preis wirklich abhängt

Nicht die Anzahl der Seiten treibt den Preis, sondern die Arbeit dahinter. Diese Punkte machen den größten Unterschied:

  • Texte: Schreibst du selbst, oder schreibt jemand für dich? Gute Texte sind oft der größte Posten – und der wichtigste.
  • Fotos: Eigene Fotos vom Team und von echten Arbeiten wirken stärker als Bilder aus Datenbanken, kosten aber einen Fototermin.
  • Funktionen: Kontaktformular, Online-Terminbuchung, Bewerbungsformular, Mehrsprachigkeit oder ein Shop kosten jeweils extra.
  • Design: Eine angepasste Vorlage ist günstiger als ein ganz eigenes Design.
  • Gefunden werden bei Google: Saubere Seitentitel, Beschreibungen und eine sinnvolle Gliederung gehören dazu. Laufende Suchmaschinen-Arbeit ist ein eigenes Thema.
  • Pflege: Wer spielt Updates ein, wer ändert Öffnungszeiten, wer reagiert bei einem Ausfall?
Praxistipp: Bitte bei jedem Angebot um eine Aufstellung nach diesen Punkten. Dann vergleichst du Gleiches mit Gleichem – und nicht einen Baukasten-Preis mit einem Komplettpaket.

Drei Beispiele aus dem Alltag

Damit die Spannen greifbarer werden, hier drei typische Fälle. Die Beträge sind Erfahrungswerte, kein Angebot.

Die digitale Visitenkarte – zum Beispiel ein Friseursalon. Eine Startseite mit Leistungen und Preisen, Öffnungszeiten, Anfahrt, Bilder vom Salon, Impressum und Datenschutz. Dazu ein Link zur Online-Terminbuchung, die der Salon ohnehin nutzt. Mit Freelancer oder kleiner Agentur meist im unteren vierstelligen Bereich.

Die Website, die Anfragen bringen soll – zum Beispiel ein Malerbetrieb. Startseite, je eine Seite für Innenanstrich, Fassade und Bodenbeläge, eine Referenzseite mit Vorher-nachher-Bildern, „Über uns“ mit Teamfoto und ein Anfrageformular, über das Kunden Fotos mitschicken können. Mit Texten und Fototermin liegt so etwas oft zwischen 3.000 und 8.000 Euro.

Die Website als Arbeitswerkzeug – zum Beispiel ein Betrieb, der Personal sucht. Zusätzlich zu den Leistungsseiten mehrere Stellenanzeigen, eine Bewerbung, die am Handy in einer Minute erledigt ist, eine Terminbuchung für Vorstellungsgespräche und ein Bereich, in dem das Büro Bewerbungen bearbeitet. Das ist ein eigenes Projekt und kostet entsprechend mehr – spart dafür aber Anzeigenkosten und viele Telefonate. Ein Beispiel ist unser Projekt Bewerber-Plattform in 48 Stunden.

So sparst du Geld, ohne an der falschen Stelle zu sparen

  • Bereite Inhalte vor: Eine Liste deiner Leistungen, häufige Kundenfragen und Fotos von echten Aufträgen sparen Abstimmungsrunden.
  • Starte schlank: Lieber fünf starke Seiten als fünfzehn halbleere. Ausbauen kannst du später.
  • Kläre Zuständigkeiten früh: Wer liefert Texte, wer Fotos, wer gibt frei? Jede verschobene Freigabe kostet Zeit.
  • Spare nicht an Texten und Handy-Ansicht: Genau dort entscheidet sich, ob Besucher anfragen.

Laufende Kosten: Damit musst du jeden Monat rechnen

Eine Website ist kein einmaliger Kauf wie ein Schreibtisch. Diese Kosten kommen regelmäßig:

  • Domain (deine Adresse, z. B. maler-muster.de): etwa 10 bis 25 Euro im Jahr.
  • Hosting (der Speicherplatz im Internet): etwa 5 bis 30 Euro im Monat.
  • Pflege und Updates: etwa 30 bis 150 Euro im Monat, wenn du sie abgibst.
  • E-Mail-Postfächer: oft im Hosting enthalten, sonst einige Euro je Postfach.

Was zur Pflege gehört, haben wir in Website-Wartung: Diese Aufgaben musst du regelmäßig erledigen zusammengestellt.

Versteckte Kosten, die viele übersehen

  • Deine Zeit für Abstimmung, Texte und Freigaben.
  • Lizenzen für Erweiterungen, Schriften oder Bilder, die jedes Jahr neu bezahlt werden.
  • Umzug: Bei manchen Baukästen kannst du deine Seite nicht einfach mitnehmen. Willst du wechseln, fängst du neu an.
  • Rechtstexte: Impressum und Datenschutzerklärung müssen stimmen. Einen Überblick gibt Impressum und Datenschutz: Was auf deine Website gehört.

Woran du ein faires Angebot erkennst

Ein faires Angebot sagt klar, was du bekommst, was du selbst liefern musst und was danach passiert. Achte auf diese Punkte:

  1. Die Leistungen sind einzeln aufgeführt, nicht nur „Website komplett“.
  2. Es steht drin, wem die Website und die Domain gehören – idealerweise dir.
  3. Du kannst später Texte und Bilder selbst ändern, ohne für jede Kleinigkeit zu zahlen.
  4. Laufende Kosten sind genannt, nicht nur der Einstiegspreis.
  5. Es gibt einen festen Ansprechpartner, den du auch erreichst.

Die eigentliche Frage: Was bringt dir die Website?

Eine Website für 1.500 Euro, die nie eine Anfrage bringt, ist teuer. Eine für 8.000 Euro, über die jeden Monat drei neue Aufträge kommen, ist günstig. Rechne deshalb anders herum: Wie viel ist ein neuer Kunde für dich wert – und wie viele Anfragen müssten im Jahr kommen, damit sich die Website rechnet?

Hast du schon eine Website und bist unsicher, ob sie ihr Geld wert ist? Mit dem kostenlosen Website-Check bekommst du eine Analyse als PDF per E-Mail – nur an dich, in der Regel innerhalb von 15 Minuten. Darin siehst du, wo Anfragen verloren gehen, bevor du Geld in etwas Neues steckst.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Website für einen Handwerksbetrieb?

Für eine schlichte, gut gemachte Website mit fünf bis acht Seiten liegen Freelancer meist zwischen 1.500 und 5.000 Euro, Agenturen eher darüber. Dazu kommen 10 bis 80 Euro im Monat für Domain, Hosting und Pflege.

Muss ich für meine Website jeden Monat bezahlen?

Ja, mindestens für Domain und Hosting – auch beim Baukasten. Pflege und Updates kommen dazu, wenn du sie nicht selbst machst. Frag bei jedem Angebot gezielt nach diesen laufenden Kosten.

Kann ich günstig starten und die Website später ausbauen?

Ja, wenn die Technik das zulässt. Wichtig ist, dass du die Website behalten darfst und Erweiterungen wie Terminbuchung oder ein Bewerbungsformular später möglich sind, ohne alles neu zu bauen.

Warum sind die Preise so unterschiedlich?

Weil sehr Unterschiedliches angeboten wird: eine Vorlage, die du selbst füllst, oder ein Komplettpaket mit Texten, Fotos, Formularen und Pflege. Vergleiche deshalb immer die einzelnen Leistungen, nicht nur die Endsumme.