Das Wichtigste in Kürze

  • Mit der Eingabe „site:deine-domain.de“ siehst du in Sekunden, ob Google deine Seiten überhaupt kennt.
  • Die häufigsten Gründe sind fehlende Google-Einträge, Texte ohne die Wörter der Kunden und technische Bremsen.
  • Für kleine Betriebe zählt vor allem die Suche mit Ort: „Maler Bochum“ statt nur „Maler“.

Wenn deine Website bei Google nicht auftaucht, liegt es fast immer an einem von acht Gründen. Die gute Nachricht: Die meisten davon kannst du in wenigen Minuten selbst prüfen – und viele lassen sich ohne großes Budget beheben.

Gib als Erstes bei Google ein: site:deine-domain.de (mit deiner echten Adresse, ohne Leerzeichen nach dem Doppelpunkt). Erscheinen keine Ergebnisse, kennt Google deine Seite gar nicht. Erscheinen Ergebnisse, aber du findest dich bei normalen Suchen nicht, ist die Seite zwar bekannt, aber für Google nicht passend genug.

Kostenlos Bringt deine Website genug Anfragen? Wir prüfen sie und schicken dir den Webseiten-Check als PDF per E-Mail – nur an dich.

1. Google kennt die Seite noch nicht

Neue Websites brauchen oft einige Tage bis Wochen, bis sie auftauchen. Manchmal verhindert auch eine Einstellung, dass Google die Seite aufnimmt – etwa ein vergessener Haken „Suchmaschinen ausschließen“ aus der Bauphase.

So prüfst du es: die site:-Abfrage von oben. Noch genauer geht es mit der kostenlosen Google Search Console. Dort siehst du, welche Seiten aufgenommen sind und warum andere fehlen.

2. Kein oder ein unvollständiger Google-Unternehmenseintrag

Wer „Elektriker in der Nähe“ sucht, sieht zuerst die Karte mit Einträgen. Ohne eigenes Google-Unternehmensprofil bist du dort unsichtbar – egal wie gut die Website ist.

Wie du den Eintrag richtig ausfüllst, steht in Google-Unternehmensprofil optimieren.

3. Die Texte enthalten nicht die Wörter deiner Kunden

Kunden suchen „Dachdecker Bochum Reparatur“ – auf der Website steht „Ihr kompetenter Partner rund ums Dach“. Google kann nur zeigen, was es versteht. Schreib so, wie deine Kunden sprechen: Leistung plus Ort, ganz konkret.

Praxistipp: Frag dich bei jeder Seite: Mit welchen drei Wörtern würde ein Kunde danach suchen? Diese Wörter gehören in die Überschrift, in den ersten Absatz und in den Seitentitel.

4. Eine Seite für alles

Steht jede Leistung nur als Stichpunkt auf einer einzigen Seite, hat Google wenig in der Hand. Eine eigene Unterseite je wichtiger Leistung (z. B. „Badsanierung“, „Heizungswartung“) mit ein paar erklärenden Absätzen wird viel eher gefunden.

5. Die Seite ist langsam oder auf dem Handy schwer zu bedienen

Die meisten Suchen kommen vom Handy. Lädt deine Seite lange oder muss man mit zwei Fingern vergrößern, verlieren Besucher die Geduld – und Google bewertet das mit. Konkrete Schritte stehen in Website schneller machen: 5 konkrete Schritte.

6. Technische Stolpersteine

Typische Fehler, die man von außen nicht sieht:

  • Jede Seite hat denselben Seitentitel (z. B. nur „Startseite“).
  • Die Seite ist ohne sichere Verbindung erreichbar (http statt https).
  • Inhalte stehen doppelt unter mehreren Adressen.
  • Alte Adressen führen ins Leere, nachdem die Website umgebaut wurde.

Wie ein guter Titel und eine gute Beschreibung aussehen, zeigt Meta-Description schreiben: Tipps für mehr Klicks.

7. Kaum Vertrauenssignale

Google schaut auch darauf, ob andere über dich sprechen: Bewertungen, Einträge in Branchenverzeichnissen, Erwähnungen bei Kammer, Verband oder Lokalpresse. Ein Betrieb mit 40 echten Bewertungen hat es leichter als einer mit zwei.

8. Du suchst nach zu allgemeinen Begriffen

Für „Website“ oder „Versicherung“ wirst du kaum auf Seite 1 kommen – dort stehen große Anbieter. Für „Fliesenleger Bochum-Wattenscheid“ dagegen sehr wohl. Kleine Betriebe gewinnen mit konkreten Leistungen und ihrem Ort.

So nutzt du die Search Console in zehn Minuten

Die Google Search Console ist kostenlos und zeigt dir, wie Google deine Website sieht. Für den Anfang reichen drei Schritte:

  1. Website anmelden: Unter search.google.com/search-console deine Domain hinzufügen und bestätigen. Das geht meist über einen Eintrag beim Anbieter deiner Domain oder über deine Webagentur.
  2. Seiten prüfen: Unter „Seiten“ siehst du, welche Seiten aufgenommen sind und warum andere fehlen – zum Beispiel „ausgeschlossen durch noindex“ oder „Seite mit Weiterleitung“.
  3. Suchanfragen ansehen: Unter „Leistung“ steht, bei welchen Suchbegriffen deine Website schon erscheint, wie oft sie angezeigt und wie oft sie angeklickt wird.

Besonders aufschlussreich sind Begriffe mit vielen Anzeigen, aber wenigen Klicks. Dort fehlt meist ein guter Seitentitel oder eine Seite, die genau diese Frage beantwortet.

Praxistipp: Schau einmal im Monat in die Search Console. Zehn Minuten reichen, um zu sehen, ob etwas kaputt ist und welche Themen Kunden interessieren.

Was du zuerst tun solltest

Wenn …dann zuerst …
site: zeigt nichts anSearch Console einrichten und prüfen, ob Seiten ausgeschlossen sind
du in der Karte fehlstGoogle-Unternehmensprofil anlegen und vollständig ausfüllen
du gefunden wirst, aber weit hintenTexte mit Leistung und Ort schreiben, eine Seite je Leistung
viele Besucher sofort wieder gehenLadezeit und Handy-Ansicht verbessern

Mehr zur Sichtbarkeit vor Ort findest du in Local SEO: So finden dich Kunden in deiner Nähe.

Wenn du nicht selbst suchen willst: Der kostenlose Website-Check prüft deine Seite unter anderem im Bereich „Gefunden werden bei Google“. Du bekommst die Analyse als PDF per E-Mail – nur an dich, in der Regel innerhalb von 15 Minuten – mit den drei Punkten, die du zuerst angehen solltest.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis eine neue Website bei Google erscheint?

Meist einige Tage bis wenige Wochen. Mit der kostenlosen Google Search Console kannst du die Seite anmelden und siehst, ob sie aufgenommen wurde.

Muss ich für einen Platz bei Google bezahlen?

Nein. Die normalen Suchergebnisse und das Google-Unternehmensprofil sind kostenlos. Bezahlen musst du nur für Anzeigen, die als „Gesponsert“ gekennzeichnet sind.

Warum finde ich meine Website, meine Kunden aber nicht?

Google zeigt jedem etwas andere Ergebnisse, auch abhängig vom bisherigen Suchverhalten und vom Standort. Prüfe deshalb im privaten Fenster des Browsers und mit den Wörtern, die deine Kunden wirklich benutzen.