Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Landingpage fokussiert auf eine einzige Aktion, etwa eine Anfrage.
  • Eine Website bündelt alle Infos und stärkt langfristig deine Glaubwürdigkeit.
  • Die Trennung lohnt sich bei klaren Kampagnen und klarem Zielpublikum.

Stell dir vor, du betreibst eine Bäckerei mit drei Filialen und bietest zusätzlich Partyservice an. Auf deiner Website findest du alles: Öffnungszeiten, Sortiment, Kontakt – und irgendwo auch die Party-Bestellung. Ein Kunde, der gezielt nach einem Geburtstagsbuffet sucht, muss sich durchklicken. Viele geben auf und bestellen beim nächsten Anbieter. Genau hier stellt sich die Frage: Brauchst du für bestimmte Angebote eine eigene Landingpage?

Viele Unternehmer vermischen alles auf einer Website und verlieren dadurch potenzielle Kunden. Eine Landingpage ist eine einzelne Seite, die genau eine Aktion auslösen soll – zum Beispiel ein Angebot anfordern. In diesem Artikel erkläre ich dir, wann sich eine Trennung von Landingpage und Website lohnt, welche Vorteile das bringt und wo die Grenzen liegen. Du bekommst konkrete Kriterien für deine Entscheidung.

Der Unterschied zwischen Landingpage und Website

Eine Website ist deine digitale Visitenkarte. Sie enthält mehrere Unterseiten wie Über uns, Leistungen, Kontakt und Impressum. Sie dient der Information und schafft Vertrauen. Eine Landingpage dagegen ist eine eigenständige Seite, die ohne Ablenkung für eine spezifische Kampagne oder ein Angebot wirbt. Auf ihr gibt es in der Regel nur einen Call-to-Action – also einen Button, der zur gewünschten Handlung führt.

Die technische Umsetzung ist einfacher, als du denkst. Du kannst eine Landingpage als Unterseite deiner Website anlegen oder sie separat hosten. Wichtig ist nur, dass sie inhaltlich klar von deinem Hauptauftritt getrennt ist. Das gilt auch für die Suchmaschinenoptimierung: Eine Landingpage lässt sich gezielt auf bestimmte Keywords ausrichten, während die Website breiter aufgestellt ist.

  • Eine Landingpage hat nur ein Ziel, zum Beispiel eine Anmeldung oder einen Kauf.
  • Eine Website informiert umfassend über dein Unternehmen und deine Leistungen.
  • Landingpages sind oft werblich und auf den ersten Eindruck ausgelegt.
  • Websites enthalten rechtliche Pflichtangaben wie Impressum und Datenschutzerklärung.
  • Die Trennung erlaubt dir, für jede Kampagne die passende Ansprache zu wählen.
Praxistipp: Prüfe bei jeder neuen Marketingaktion, ob eine eigene Landingpage den Erfolg messbarer macht als eine Unterseite deiner Website.

Wann eine Landingpage die bessere Wahl ist

Eine Landingpage lohnt sich immer dann, wenn du eine einzelne Aktion mit hoher Konversionsrate anstrebst. Das ist typisch für zeitlich begrenzte Angebote, Rabattaktionen oder Webinare. Ein Handwerksbetrieb, der eine kostenlose Erstberatung bewirbt, kann mit einer Landingpage gezielt Interessenten ansprechen. Die Seite ist auf das Wesentliche reduziert und führt den Besucher direkt zum Terminbuchungs-Button.

Auch für bezahlte Werbung ist eine Landingpage fast Pflicht. Wenn du Google Ads oder Social-Media-Anzeigen schaltest, leitest du die Klicks auf eine Seite, die exakt zum Anzeigentext passt. Das verbessert den Quality Score bei Google und senkt deine Kosten pro Klick. Zudem kannst du den Erfolg besser messen, weil du nur eine Aktion im Blick hast.

  • Du bewirbst ein einzelnes Produkt oder eine Dienstleistung mit klarem Nutzen.
  • Du schaltest bezahlte Anzeigen und willst die Kosten pro Anfrage optimieren.
  • Du sammelst Leads für einen Newsletter oder ein kostenloses Angebot.
  • Du startest eine zeitlich begrenzte Aktion, zum Beispiel einen Rabattmonat.
  • Du willst verschiedene Zielgruppen mit unterschiedlichen Botschaften ansprechen.
Praxistipp: Erstelle für jede Kampagne eine eigene Landingpage und verlinke sie nur in der Werbung – so vermeidest du Verwirrung.

Wann eine Website allein ausreicht

Nicht jedes Unternehmen braucht eine separate Landingpage. Wenn du ein lokales Geschäft betreibst und Kunden über Google Maps oder Empfehlungen kommen, reicht eine gut gepflegte Website. Ein Friseursalon mit fester Stammkundschaft benötigt keine Landingpage für seine Öffnungszeiten. Auch wer keine bezahlte Werbung schaltet und sein Portfolio zeigt, ist mit einer klassischen Website gut beraten.

Eine Website hat den Vorteil, dass sie langfristig Vertrauen aufbaut. Interessenten, die dich über eine Suchanfrage finden, wollen oft mehrere Seiten ansehen – etwa Referenzen, Team oder Preise. Eine Landingpage kann diese Informationen nicht ersetzen. Wenn dein Angebot breit gefächert ist und Kunden sich Zeit nehmen, um dich kennenzulernen, ist die Website die bessere Basis.

  • Dein Geschäft lebt von Stammkunden und persönlicher Empfehlung.
  • Du schaltest keine bezahlten Anzeigen und hast keine speziellen Kampagnen.
  • Deine Kunden informieren sich ausführlich, bevor sie kaufen.
  • Du bietest mehrere Dienstleistungen an, die eng zusammenhängen.
  • Dein Budget ist begrenzt und du willst nur eine Seite pflegen.
Praxistipp: Wenn du unsicher bist, starte mit einer guten Website und ergänze später eine Landingpage, sobald du eine konkrete Aktion bewirbst.

Praktische Umsetzung: So trennst du sauber

Die Trennung von Landingpage und Website ist kein Hexenwerk. Du kannst ein System wie WordPress nutzen und für die Landingpage eine eigene Vorlage anlegen. Achte darauf, dass die Landingpage kein Navigationsmenü hat – sonst lenkst du den Besucher ab. Der einzige Ausweg sollte der Button sein, der zur gewünschten Aktion führt, etwa 'Jetzt Termin sichern'.

Für die technische Umsetzung gibt es Baukästen wie Elementor oder spezielle Landingpage-Tools. Die Kosten halten sich in Grenzen, oft im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat. Wichtig ist, dass du die Seite DSGVO-konform gestaltest: Datenschutzerklärung verlinken, keine versteckten Tracking-Tools, und wenn du Formulare einsetzt, brauchst du eine Rechtsgrundlage. Ein simples Kontaktformular mit Einwilligung ist meist ausreichend.

  • Lege die Landingpage als eigene Seite an, ohne Hauptnavigation und Footer.
  • Verwende ein klares Layout mit einer Überschrift, einem Angebot und einem Button.
  • Setze auf ein Formular, das nur die nötigsten Daten abfragt – das erhöht die Abschlussrate.
  • Verknüpfe die Landingpage nicht mit deiner Website, außer du willst Vertrauen aufbauen.
  • Teste verschiedene Varianten, etwa unterschiedliche Überschriften oder Button-Farben.
Praxistipp: Beginne mit einer einfachen Seite und erweitere sie erst, wenn du messbare Erfolge siehst – so vermeidest du unnötigen Aufwand.

Messung und Optimierung: So erkennst du den Erfolg

Ohne Messung weißt du nicht, ob sich die Landingpage lohnt. Du solltest mindestens die Anzahl der Anfragen oder Verkäufe pro Monat erfassen. Das kannst du mit einem einfachen Tabellenblatt machen, wenn du kein Tracking-Tool nutzen willst. Für eine genauere Analyse empfiehlt sich ein Tool wie Matomo, das du DSGVO-konform auf deinem Server betreiben kannst. Google Analytics ist zwar kostenlos, aber datenschutzrechtlich heikel – du brauchst dann eine Einwilligung.

Vergleiche die Konversionsrate deiner Landingpage mit der deiner Website. Wenn du auf der Landingpage deutlich mehr Anfragen pro Besucher bekommst, ist die Trennung gerechtfertigt. Achte aber auf die Qualität der Anfragen: Manche Landingpages ziehen viele Schnäppchenjäger an, die nie zahlen. Ein Handwerksbetrieb sollte lieber wenige, aber ernsthafte Anfragen bekommen als viele uninteressierte.

  • Definiere ein klares Ziel, etwa 'Anfrage für Angebot' oder 'Newsletter-Anmeldung'.
  • Trage wöchentlich die Besucher- und Anfragezahlen in eine Tabelle ein.
  • Nutze datenschutzfreundliche Tools wie Matomo oder verzichte auf Tracking.
  • Vergleiche die Kosten pro Anfrage bei bezahlter Werbung mit dem Umsatz, den die Anfragen bringen.
  • Optimiere die Seite regelmäßig, etwa durch klarere Texte oder kürzere Formulare.
Praxistipp: Setze dir ein klares Erfolgskriterium, zum Beispiel mindestens zehn Anfragen pro Monat – wenn das nicht erreicht wird, passe die Seite oder die Werbung an.

Fazit

Die Entscheidung zwischen Landingpage und Website hängt von deinen Zielen ab. Eine Landingpage ist dann sinnvoll, wenn du eine klare Aktion mit messbarem Ergebnis willst – etwa bei Kampagnen oder bezahlter Werbung. Eine Website bleibt die Basis für Vertrauen und langfristige Kundenbindung. Du kannst beide kombinieren: Eine gute Website plus gezielte Landingpages für einzelne Angebote. Wichtig ist, dass du die Kosten und den Aufwand realistisch einschätzt und die Ergebnisse überwachst. So findest du heraus, was für dein Unternehmen wirklich funktioniert.

Häufige Fragen

Kann ich eine Landingpage ohne eigene Website nutzen?

Ja, das ist möglich. Du kannst eine Landingpage über einen Baukasten wie Wix oder Jimdo erstellen, ohne eine vollständige Website zu haben. Das ist sinnvoll, wenn du nur ein einzelnes Angebot bewirbst und keine weiteren Informationen bereitstellen willst. Beachte aber, dass viele Kunden eine Website erwarten, um dich zu prüfen. Eine Landingpage ohne Impressum ist zudem nicht zulässig – auch für eine einzelne Seite brauchst du die Pflichtangaben.

Wie viele Landingpages sollte ich maximal haben?

Es gibt keine feste Grenze, aber du solltest jede Landingpage pflegen können. Eine gute Faustregel ist: Eine Landingpage pro Kampagne oder Zielgruppe. Wenn du zehn verschiedene Angebote hast, ist es oft besser, eine übersichtliche Website zu haben statt zehn ungepflegter Landingpages. Qualität geht vor Quantität – eine gut gemachte Landingpage bringt mehr als fünf mittelmäßige.

Ist eine Landingpage besser für Google?

Das kommt darauf an. Eine Landingpage kann sich positiv auf deine Werbekampagnen auswirken, weil sie relevanter für den Anzeigentext ist. Für die organische Suche kann eine Landingpage mit spezifischen Keywords ebenfalls helfen, aber sie konkurriert dann mit deiner Website. Wenn du beides hast, achte darauf, dass sie sich nicht gegenseitig kannibalisieren. Eine Website mit guten Inhalten ist für Google meist wichtiger als eine einzelne Landingpage.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die Kosten sind überschaubar. Wenn du einen Website-Baukasten nutzt, zahlst du oft einen festen Monatsbetrag im niedrigen zweistelligen Bereich. Für eine Landingpage mit einem Tool wie Elementor kommen keine zusätzlichen Kosten hinzu, außer du nutzt eine Premium-Vorlage. Beachte aber den Zeitaufwand: Du musst Texte schreiben, Bilder einpflegen und die Seite testen. Wenn du das nicht selbst machen willst, kann ein Dienstleister wie Reedify.de das für dich übernehmen – die Kosten richten sich nach dem Umfang.